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37 Jahre Zuverlässigkeit im Gepäck: Warum Virtual Reality bei mir mit Oldschool startet

  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Christian, fangen wir direkt beim Offensichtlichen an: Warum fährst du im Jahr 2026 mit einem Toyota Hiace von 1989 bei deinen Kunden vor?


Weil Zuverlässigkeit für mich einen extrem hohen Stellenwert hat. Ich bin da noch sehr „oldschool“ eingestellt und halte mich strikt an das, was ich sage. Für mich gilt: Ein Mann, ein Wort. Mein Toyota ist das perfekte Symbol dafür: Er ist seit 37 Jahren ehrlich, robust und lässt mich nie im Stich. Genau diese Beständigkeit bringe ich in jedes Projekt ein. Meine Kunden können sich darauf verlassen, dass ich halte, was ich verspreche.


Du trägst Blazer und Hemd, steigst aber aus einem alten Camper. Wie passt das zu deiner Arbeit mit Berufsverbänden, Firmen, Seniorenheimen und sogar dem Bereich Immobilien?


Der Blazer steht für den professionellen Anspruch und den Respekt vor meinen Geschäftspartnern. Der Camper steht für die Realität und das Anpacken. Wenn ich Berufsverbände bei der Digitalisierung unterstütze oder in Seniorenzentren virtuelle Reisen ermögliche, brauchen sie niemanden in einer glatten Hochglanz-Fassade. Der Hiace zeigt, dass ich bodenständig geblieben bin und die Technik persönlich dorthin bringe, wo sie einen echten Nutzen stiftet.


Der Camper ist nicht nur Transportmittel, sondern auch dein mobiles Studio. Welchen Vorteil haben deine Kunden davon?


Er macht mich extrem flexibel. Um Arbeitsprozesse oder Umgebungen für Kunden authentisch einzufangen, muss ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Mit dem Camper bin ich autark. Ich kann direkt am Aufnahmeort übernachten, sei es an einem Berg für eine Naturaufnahme für ein Seniorenheim oder direkt bei einem Betrieb für eine Prozess-Dokumentation. So bin ich bereit, wenn das Licht oder der Moment perfekt ist, während andere noch bei der Anfahrt sind. Zudem kann ich mir so das ständige Hin- und Herfahren sparen, was natürlich auch zu einem geringeren Benzinverbrauch führt und die Umwelt schont.


VRLIFE deckt viele Bereiche ab, von der Seniorenbetreuung, Immobilien bis hin zu Berufsverbänden. Wie schaffst du diesen Spagat?


Die Hardware ist das eine, aber die menschliche Komponente vor Ort ist das andere. Ob ich Senioren ein Stück Lebensqualität zurückgebe oder Fachkräften helfe, komplexe Abläufe virtuell zu verstehen oder den Immobilien Interessenten Ihre zukünftige Wohnung erleben lassen darf: Es geht immer darum, Barrieren abzubauen. Durch meine mobile Basis kann ich mich völlig individuell auf jeden Kunden einstellen.


Warum ist dir das „Persönliche“ so wichtig, obwohl man VR-Lösungen theoretisch auch online abwickeln könnte?


Weil Vertrauen nicht digital übertragen werden kann. Wenn ich eine Einschulung in einem Heim mache oder ein neues Projekt bei einem Verband starte, möchte ich den Menschen in die Augen schauen. VR ist ein mächtiges Werkzeug, aber die Einführung braucht Führung und Fingerspitzengefühl. Ich halte mich an meine Zusagen, und das lässt sich vor Ort mit einem Handschlag am besten besiegeln.


Woher nimmst du den Antrieb, dich jeden Tag so intensiv für diese Brücke zwischen Technik und Mensch einzusetzen?


Es ist die Überzeugung, dass Fortschritt nur dann wertvoll ist, wenn er niemanden zurücklässt. In einer Welt, die immer komplexer wird, möchte ich Lösungen bieten, die einfach, greifbar und ehrlich sind. Es motiviert mich, wenn ich sehe, dass unsere Arbeit echte Aha-Momente auslöst. Sei es ein effizienterer Arbeitsprozess in einem Verband oder ein strahlendes Lächeln in einem Seniorenzentrum. Dafür stehe ich jeden Morgen gerne auf, egal wie weit der Weg zum nächsten Einsatzort ist.


Bei all den Terminen und der Zeit vor Ort: Wie schaffst du es, das mit deiner Familie zu managen?


Ganz ehrlich: Ohne den Rückhalt meiner wunderbaren Frau wäre das alles nicht möglich. Sie trägt die Vision von VRLIFE nicht nur mit, sie hält mir den Rücken frei und glaubt genauso fest an das Projekt wie ich. Wir haben für uns eine klare Lebensphilosophie gefunden: Echter Dauerstress ist kein Schicksal, sondern meistens das Ergebnis von schlechter Planung oder davon, dass man sich zu viel aufbürdet. Wir planen unsere Zeit bewusst und gemeinsam. So schaffe ich es, bei der Arbeit voll da zu sein und trotzdem die Zeit mit meiner Familie ohne den Kopf voller Termine zu geniessen. Für uns ist diese Balance der Schlüssel, damit der Fokus an beiden Orten zu 100 % stimmt.

 
 
 

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